Unternehmen

Bewerber

Jobwiki

CDO: Die Schlüsselrolle und Aufgaben des Chief Data Officers

Der Chief Data Officer (CDO) übernimmt eine entscheidende Rolle in Unternehmen, die Daten als strategischen Vermögenswert nutzen wollen. Er entwickelt und verantwortet die Datenstrategie, optimiert die Nutzung von Daten über alle Geschäftsbereiche hinweg und sorgt für Datenschutz sowie Compliance. Als Brücke zwischen IT, Fachabteilungen und Management ist der CDO sowohl technologisch versiert als auch strategisch denkend.

Durch die systematische Aufbereitung und Analyse von Daten ermöglicht er datenbasierte Entscheidungen, fördert Innovation und steigert die Wettbewerbsfähigkeit. In einer Zeit, in der Daten über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, ist der CDO unverzichtbar – nicht nur für große Konzerne, sondern zunehmend auch im Mittelstand.

Inhalt
Grafik eines CDO's der am arbeiten ist

CDO: Definition und Kurzübersicht

Ein Chief Data Officer (CDO) ist für die unternehmensweite Datenstrategie verantwortlich. Er gewährleistet den effektiven, sicheren und gesetzeskonformen Umgang mit Daten und sorgt dafür, dass diese gewinnbringend genutzt werden – etwa für Analysen, Geschäftsentscheidungen oder digitale Produkte.

Was macht ein CDO?

Der CDO übernimmt die volle Verantwortung für die Planung, Umsetzung und Überwachung der unternehmensweiten Datenstrategie. Er definiert, wie Daten gesammelt, gespeichert, verarbeitet, analysiert und genutzt werden – stets unter Berücksichtigung von Qualität, Datenschutz und Geschäftsnutzen.

Dabei arbeitet er eng mit Data Scientists, Engineers, Fachabteilungen und der Geschäftsführung zusammen. Ein CDO baut Datenplattformen auf, etabliert Data-Governance-Richtlinien und sorgt für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben wie der DSGVO. Gleichzeitig ist er Impulsgeber für datengetriebene Innovationen und digitale Geschäftsmodelle.

Ob Kundendaten, Betriebsdaten oder Marktdaten – der CDO sorgt dafür, dass sie systematisch nutzbar gemacht werden. Ziel ist es, Wettbewerbsvorteile zu schaffen, Prozesse zu optimieren und das Unternehmen zukunftssicher aufzustellen.

Was muss ein CDO können?

Ein CDO muss sowohl über technische als auch strategische Kompetenzen verfügen. Technisch sollte er sich mit Datenarchitekturen, Cloud-Plattformen, Datenbanken, Analyse-Tools und Datenschutzvorgaben auskennen. Kenntnisse in Machine Learning und künstlicher Intelligenz sind ebenfalls von Vorteil.

Auf der strategischen Seite ist es essenziell, ein gutes Geschäftsverständnis mitzubringen und datenbasierte Initiativen mit den Unternehmenszielen zu verknüpfen. Er muss bereichsübergreifend denken und handeln können, sowie Prozesse gestalten und optimieren.

Außerdem benötigt ein CDO ausgeprägte Soft Skills: Kommunikationsfähigkeit, Leadership, Veränderungsmanagement und Überzeugungskraft. Er ist oft Moderator zwischen IT, Business und Vorstandsebene und sollte technische Themen verständlich aufbereiten können.

Was verdient ein CDO?

Das Gehalt eines CDO ist überdurchschnittlich hoch und richtet sich nach Erfahrung, Branche, Unternehmensgröße und Standort.

Einsteiger oder CDOs in kleinen bis mittleren Unternehmen verdienen zwischen 90.000 € und 120.000 € brutto jährlich. Mit wachsender Verantwortung und Erfahrung – insbesondere in Konzernen – steigt das Gehalt auf 140.000 € bis 180.000 €. In Spitzenpositionen mit globaler Verantwortung sind sogar 200.000 € bis 250.000 € möglich.

Zusätzlich zum Fixgehalt erhalten viele CDOs erfolgsabhängige Boni, Firmenwagen oder Aktienoptionen. In Regionen wie München, Frankfurt oder Hamburg sind die Gehälter tendenziell höher. In der Finanz- oder Pharmabranche werden ebenfalls überdurchschnittliche Vergütungen gezahlt.

Grafik von Gehalt CDO

CDO Aufgaben

Der Chief Data Officer verantwortet, ähnlich wie ein Cloud Engineer, die systematische Nutzung von Daten im Unternehmen. Dabei reicht sein Aufgabenbereich von der strategischen Planung bis zur operativen Umsetzung und Kontrolle datengetriebener Prozesse.

Er agiert als zentrale Schnittstelle zwischen IT, Business und Recht. Ziel ist es, das Unternehmen datenbasiert zu steuern, neue Geschäftspotenziale zu erschließen und gleichzeitig gesetzlichen sowie ethischen Anforderungen gerecht zu werden.

Entwicklung der Datenstrategie:
Der CDO entwirft eine ganzheitliche Strategie für den Umgang mit Daten, ausgerichtet an den Unternehmenszielen. Sie umfasst Ziele, KPIs, Roadmaps und Maßnahmen zur erfolgreichen Nutzung von Daten.

Einführung von Data Governance:
Er etabliert Richtlinien, Rollen und Prozesse für den Umgang mit Daten. Dazu gehört auch die Definition von Verantwortlichkeiten und die Überwachung der Einhaltung rechtlicher Standards.

Sicherstellung der Datenqualität:
Der CDO entwickelt Standards zur Datenqualität und implementiert Prozesse zur Überwachung und Optimierung. Ziel ist eine verlässliche Datenbasis für Entscheidungen.

Aufbau technischer Dateninfrastrukturen:
Er verantwortet die technologische Grundlage für Data Management – von Data Warehouses über Data Lakes bis zu Cloud-Plattformen – und sorgt für deren Sicherheit und Skalierbarkeit.

Zusammenarbeit mit Data Teams:
Der CDO koordiniert interdisziplinäre Teams und sorgt dafür, dass Data Scientists, Engineers und Analysten effektiv zusammenarbeiten und relevante Insights generieren.

Förderung einer datengetriebenen Kultur:
Er implementiert Maßnahmen zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden für den Wert von Daten und fördert ein datenorientiertes Mindset im gesamten Unternehmen.

Einhalten von Datenschutz und Compliance:
Als Verantwortlicher achtet der CDO auf die Einhaltung von Datenschutzgesetzen wie der DSGVO sowie branchenspezifischen Regelungen.

Messung des Datenwerts:
Er entwickelt Kennzahlen und Metriken, um den Mehrwert von Daten zu messen und datengetriebene Initiativen wirtschaftlich zu bewerten.

Entwicklung neuer Geschäftsmodelle:
Der CDO identifiziert innovative Nutzungsmöglichkeiten von Daten, etwa durch KI, Automatisierung oder die Einführung neuer digitaler Services.

Management externer Partnerschaften:
Er steuert die Zusammenarbeit mit Start-ups, Technologiepartnern, Cloud-Anbietern oder Forschungseinrichtungen zur Förderung von Innovation und Effizienz.

Grafik von Aufgaben CDO

CDO Anforderungen: Ausbildung, Qualifikation, Soft und Hard Skills

Ein CDO benötigt eine interdisziplinäre Ausbildung und vielfältige Kompetenzen. Neben einem technischen und betriebswirtschaftlichen Hintergrund sind analytisches Denken, Strategiekompetenz und Führungserfahrung entscheidend.

Akademischer Hintergrund:
Ein abgeschlossenes Studium in Informatik, Mathematik, Statistik, Wirtschaftsinformatik oder Data Science ist in der Regel Voraussetzung.

Berufserfahrung:
Mindestens 7–10 Jahre Erfahrung im Datenumfeld, etwa als Data Scientist, BI-Manager oder Data Governance Lead – idealerweise mit Führungsverantwortung.

Technische Kompetenzen:
Fundiertes Wissen in Datenbanken, ETL, Data Lakes, Cloud-Technologien, sowie Erfahrung mit Tools wie Python, SQL, Power BI oder Tableau.

Datenschutz und Compliance:
Kenntnisse der DSGVO, ISO-Normen und Datenethik sind unverzichtbar – insbesondere in stark regulierten Branchen.

Strategisches Denken:
Die Fähigkeit, Daten mit Business-Zielen zu verknüpfen und daraus maßgeschneiderte Strategien zu entwickeln.

Kommunikationsstärke:
Ein CDO muss komplexe Sachverhalte verständlich kommunizieren und Stakeholder auf allen Ebenen überzeugen können.

Führungsqualität:
Er muss interdisziplinäre Teams aufbauen, motivieren und steuern, sowie als Change Manager in Transformationsprozesse eingreifen.

Projektmanagement:
Know-how in klassischem und agilem Projektmanagement ist hilfreich, da der CDO oft große, unternehmensweite Initiativen verantwortet.

Interdisziplinarität:
Verständnis für rechtliche, technische und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge, um abteilungsübergreifend arbeiten zu können.

Lernbereitschaft:
Ständige Weiterentwicklung in einem schnelllebigen Umfeld ist ein Muss. Fortbildungen, Zertifizierungen und Konferenzbesuche sind üblich.

Grafik von Anforderungen CDO

FAQ CTO

Was ist ein CDO auf Deutsch?

Ein CDO steht auf Deutsch für Chief Digital Officer oder Chief Data Officer, je nach Kontext. Beide Rollen unterscheiden sich in ihren Aufgabenbereichen. Der Chief Digital Officer ist für die digitale Transformation eines Unternehmens verantwortlich – also die Einführung neuer Technologien, digitaler Geschäftsmodelle und Innovationsprozesse. Der Chief Data Officer hingegen fokussiert sich auf Datenstrategie, Datenmanagement und Data Governance. In der Praxis ist es wichtig, den Begriff im jeweiligen Unternehmenskontext zu verstehen.

Für was steht CDO?

CDO ist die Abkürzung für zwei verschiedene C-Level-Positionen:

  • Chief Digital Officer – zuständig für digitale Transformation und Innovation
  • Chief Data Officer – verantwortlich für Datenstrategie und Datenmanagement

In Unternehmen ist es wichtig, die genaue Bedeutung von CDO zu klären, da die Aufgaben je nach Ausrichtung stark variieren können. Beide Rollen gewinnen in der modernen, digitalen Wirtschaft zunehmend an Bedeutung.

Was ist der Unterschied zwischen CDS und CDO?en?

Der Begriff CDS ist weniger verbreitet und steht meist für Credit Default Swap – ein Finanzinstrument aus dem Risikomanagement. Im IT- oder Business-Kontext spielt CDS keine vergleichbare Rolle wie der CDO (Chief Digital Officer oder Chief Data Officer).

Ein CDO ist eine Führungskraft, die sich mit digitalen Strategien oder Datenmanagement beschäftigt. CDS hingegen ist ein Begriff aus dem Finanzwesen und hat mit den Aufgaben eines CDO nichts zu tun. Es handelt sich also um komplett unterschiedliche Begriffe aus verschiedenen Fachgebieten.

Wie wird man Chief Digital Officer?

Um Chief Digital Officer (CDO) zu werden, ist ein Studium in Informatik, Wirtschaftsinformatik, BWL mit Digitalbezug oder einem verwandten Fach empfehlenswert. Anschließend sammeln viele CDOs praktische Erfahrung in leitenden Positionen im digitalen Umfeld – etwa in IT, E-Commerce, Marketing oder Innovationsmanagement.

Wichtige Schritte auf dem Karriereweg sind:

  • Aufbau von Führungserfahrung
  • Know-how in digitalen Geschäftsmodellen
  • Erfahrung mit Change-Management und Transformation
  • Verständnis für Technologie, Markttrends und Nutzerverhalten

Viele CDOs haben zudem ein starkes Netzwerk, unternehmerisches Denken und eine ausgeprägte Kommunikationsstärke. Wer digitale Strategien entwickeln, Innovationen vorantreiben und Veränderungsprozesse begleiten kann, hat gute Chancen auf die Position.

Welche Aufgaben hat ein Chief Digital Officer?

Ein Chief Digital Officer (CDO) ist verantwortlich für die digitale Transformation eines Unternehmens. Zu seinen Hauptaufgaben gehören:

  • Entwicklung und Umsetzung einer Digitalstrategie
  • Einführung neuer digitaler Geschäftsmodelle
  • Optimierung bestehender Prozesse durch Technologie
  • Auswahl und Integration innovativer IT-Lösungen
  • Steuerung von Digitalisierungsprojekten
  • Change-Management und Kulturwandel

Der CDO arbeitet eng mit der Geschäftsführung, IT, Marketing und anderen Fachbereichen zusammen. Ziel ist es, das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen und durch Digitalisierung Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Besonders gefragt ist die Rolle des CDO in Branchen, die stark vom technologischen Wandel betroffen sind – etwa Handel, Industrie oder Finanzwesen.

 

Headhunter für CDOs

Die Nachfrage nach qualifizierten CDOs ist hoch, und spezialisierte Headhunter spielen eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung dieser Fachkräfte. Sie verstehen nicht nur die technischen Anforderungen der IT-Branche, sondern auch die spezifischen Bedürfnisse von Unternehmen und IT-Experten.

Ein erfahrener Headhunter für CDOs kann die perfekte Passung zwischen Kandidat und Unternehmen herstellen, was zu einer langfristig erfolgreichen Zusammenarbeit führt. Sie suchen einen qualifizierten CDO oder möchten Ihre Karrierechancen in diesem Bereich verbessern? Nutzen Sie unseren professionellen Recruiting-Service.

Yunus Kimyonok, Experte

Autor: Yunus Kimyonok

Experte für IT-Recruiting, Geschäftsführung Platri Recruiting
Yunus Kimyonok ist Mitgründer und Geschäftsführer der Platri IT Group und verantwortet den Bereich IT-Recruiting. Mit fundierter Erfahrung in der Personalvermittlung unterstützt er Unternehmen bei der Besetzung von IT-Fach- und Führungspositionen – von Start-ups bis zu Konzernen. Gemeinsam mit seinem Team begleitet er den gesamten Recruiting-Prozess und entwickelt individuelle Strategien zur erfolgreichen Personalgewinnung.

Zum Autorenprofil

Jetzt Kontakt aufnehmen
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner